Dieses Jahr konnten sich gleich drei Berliner Nachwuchstalente zu den Top24 U15 qualifizieren – ein toller Erfolg, nachdem Berlin in den vergangenen Jahren dort nicht vertreten war.
Am Freitag, 13.02.2026 brachen Talea Krüger (ttc berlin eastside) und Hugo Rusch (SG Rotation
Prenzlauer Berg) zu den Top24 nach Mallersdorf-Pfaffenberg auf, während Lemi Watanabe (SC
Siemensstadt Berlin) leider kurzfristig krankheitsbedingt absagen musste.
Talea startete am Samstag etwas verhalten in einer stark besetzten Gruppe und zeigte eine gute
Leistung. Zwar endete die Gruppe mit 1:4 Spielen, jedoch konnte sie mehrfach Satzführungen bzw.
Satzgewinne gegen höher platzierte Spielerinnen erzielen. Insgesamt ein Auftritt mit erkennbaren
Entwicklungsschritten und wichtigen Erfahrungen auf Bundesebene.
In der Endrunde präsentierte sich Talea insgesamt stabiler als in der Gruppenphase. Der Auftaktsieg
noch am Samstagabend gegen Mascha Przygoda gab wieder Sicherheit, bevor sie Sonntag gegen
Emily He und Melina Du deutliche Niederlagen hinnehmen musste. Dennoch konnte sie im
abschließenden Spiel nach der Gruppenniederlage gegen Anna Radenbach eine klare Steigerung
zeigen und sicherte sich mit einem überzeugenden 3:1 Platz 19.
Insgesamt ein sehr gelungener Auftritt im starken Bundesvergleich. Besonders hervorzuheben ist die
Fähigkeit, bekannten Gegnerinnen im Turnierverlauf taktisch besser zu begegnen. Mit mehr Konstanz
über mehrere Sätze und einer effektiveren Nutzung von Führungen kann sie ihr Potenzial in Zukunft
noch weiter ausschöpfen.
Hugo startete Samstag mit zwei Siegen stark in die Gruppenphase, unterlag dann dem späteren
Gruppensieger Julius Werner 1:3 und verlor unglücklich gegen Terry Choi nach einer 2:0-Führung im
fünften Satz. Mit einer Abschlussbilanz von 3:2 Spielen und Platz zwei in der Gruppe bestätigte er
seine Leistungsfähigkeit auf Top-24-Niveau.
Am Sonntag musste er sich in einem spannenden Spiel Sebastian Lenz im fünften Satz geschlagen
geben und verpasste damit leider das Halbfinale. Gegen den Abwehrspieler Joel Rohaly fand er im
Anschluss keine passende Taktik, gewann jedoch das Folgespiel gegen Paul Flemming deutlich. Im
Spiel um Platz 9 unterlag er knapp im fünften Satz – am Ende ein hervorragender 10. Platz.
Hugo zeigte ein starkes Turnier und überzeugte insbesondere durch seine mentale Stärke in engen
Satzentscheidungen. Mit mehr Konstanz über längere Phasen und mehr Konsequenz, Führungen zu
Ende zu spielen, kann er sein bereits hohes Niveau noch weiter steigern.
Ein großer Dank gilt den Coaches Irina Palina und Alexander Zacholowsky für deren großartigen
Einsatz. Besonders zu erwähnen ist, dass Zacho ursprünglich als Coach für Lemi geplant war und trotz
ihrer Absage mitreiste, um Hugo zu unterstützen, nachdem dessen Coach Christian Kahle kurzfristig
krankheitsbedingt absagen musste. So konnte Berlin in einer herausfordernden Situation eine 1:1
Betreuung sicherstellen. Danke, danke, danke…
Ausblick:
Für Talea und Hugo geht’s nun im April weiter zum Deutschlandpokal und im Juni zu den Deutschen
Meisterschaften. Wir wünschen beiden viel Erfolg!
Bericht und Foto: Katja Illing
