So, 07.03.2010 09:55 Uhr von Chris Nohl
Nachrichten
Deutsche Meisterschaften in Trier
Vom dreiköpfigen Damenaufgebot des Berliner Verbandes musste einzig Jennifer Schmidt (3B Berlin TT) am Freitag in das Turnier starten. Gleich das erste Spiel sollte wahrscheinlich über das Weiterkommen entscheiden. Leider wachte Jenny erst nach zwei gespielten Sätzen auf, die sie folgerecht verloren hatte. Ihre Aufholjagd brachte sie zwar gegen die Hessin Lena Krapf in den entscheidenden fünften Durchgang, der Sieg gelang ihr aber nicht mehr. Im Anschluss folgte eine Niederlage gegen die gesetzte Katharina Michajlova (FTTB) und abschließend ein Sieg gegen die Bayerin Katrin Brickl. Somit belegte Jenny den dritten Gruppenplatz. Die drei Herren hingegen mussten allesamt am Freitag ins Turniergeschehen eingreifen. Für Martin Dietrich (Reinickendorfer Füchse) blieb am Ende nur der vierte Platz in seiner Gruppe, obwaohl er seinen Sieg von den Norddeutschen Meisterschaften gegen Daniel Schildhauer (TTVSH) wiederholen konnte. Doch die beiden 0:3-Niederlagen gegen Dauud Cheaib (TTVBW) und Dennis Haberle (HeTTV) ließen "Didi" am Ende Spielgleich mit dem Zweit- und Drittplatzierten ausscheiden. Die größte Enttäuschung musste Sebastian Borchardt (Hertha BSC) erleben. Von Beginn an mit seinem Material unzufrieden besiegte er dennoch zum Auftakt Falko Hille (SÄTTV) problemlos. Als zweiten Gegner sah er sich seinen Doppelpartner Robin Malessa (WTTV) gegenüberstehen. Nahezu chancenlos musste Basti ihm zum 3:0-Erfolg gratulieren. Die Chance die Hauptrunde zu erreichen bestand dennoch mit einem Sieg gegen Benjamin Rösner (ByTTV), den Basti aber beim 2:3 nicht verwirklichen konnte. Ebenso enttäuschend verlief auch das Auftreten von Deniz Aydin (Hertha BSC) bevor er sich steigerte. Im Eröffnungseinzel holte er einen 0:2-Rückstand auf und verbuchte gegen Michael Schneider (HeTTV) den wichtigen Sieg. Im Folgenden steigerte sich Deniz weiter und besiegte zunächst Christian Velling (TTVSH) mit 3:0 und schließlich den Gruppengesetzten Thomas Theissmann (TTTV) mit 3:2 und zog als Gruppensieger in das Hauptfeld ein.
Samstag:
Der Samstagmorgen beginnt traditionell mit den ersten Doppelbegegnungen, wobei von den Berliner Damen nur Jennifer Schmidt mit ihrer Partnerin Madlin Heidelberg (TTVN) spielen musste. Gegen Ex-Berlinerin Sonja Busemann und Nicole Funsch gelang der Paarung kein Satzerfolg. Die Herrenpaarung Dietrich / Aydin verlor denkbar knapp 2:3 gegen Dickhardt / Graf. Besser machten es Borchardt / Malessa mit einem 3:0 gegen Nimtz / Lohse. Auch gegen die hessische Kombination Franziska / Stehle gelang ein 3:2-Sieg zum Einzug ins Viertelfinale. Dort war die Hürde Hielscher / Steger zu hoch (0:4). Im Damendoppel folgte für die Mitfavoritinnen P. Solja (STTB) / Tanja Hain-Hofmann (3B Berlin TT) eine bittere Erstrundenniederlage, geschuldet der Verletzung von Tanja, die sich dann auch entschied im Einzel nicht anzutreten.
Guo /Michajlova gewannen ihr Auftaktdoppel im Achtelfinale 3:1 gegen Schuh / Imamura bevor sie gegen die Titelverteidigerinnen Silbereisen / Barthel mit 0:4 verloren.
Besser lief es für die beiden verbliebenen Berliner im Einzel, obwohl es im ersten Spiel von Pengpeng zunächst nicht danach aussah gewann sie nach 0:2 Sätzen noch mit 4:3 gegen Petra Heuberger (TTVBW). Deniz gewann mit dem selben Ergebnis ein hart umkämpftes Match gegen Nico Stehle (HeTTV) und freute sich nun auf die Partie gegen Timo Boll. Deniz spielte von Beginn an mit extremen Risiko und wurde durch teilweise sensationelle Ballwechsel mit neun Punkten in Folge und dem resultierenden Satzgewinn zum zwischenzeitlichen 1:1 belohnt. Bis hin zum Finale war es der einzige Satzverlust Bolls!
Auf Pengpeng wartete nun Jessica Göbel (TTVBW) deren Spielsystem der Berlinerin liegt und eine unterdurchschnittliche Leistung der Süddeutschen hatte ein klares 4:0 für Pengpeng zur Folge. Die gleiche Auslosung wie im Vorjahr sah im Viertelfinale ein Treffen mit Elke Schall (WTTV) vor, gegen die Sie vor Wochenfrist in der Bundesliga deutlich mit 0:3 verlor. Diesmal sollte endlich ein Sieg gegen die Nationalspielerin gelingen. Nach 1:3 Satzrückstand gelang Pengpeng ihre erste Medaille bei Deutschen Meisterschaften als Sie im siebenten Satz zum 11:8 ihren ersten Matchball verwandelte.
Am Sonntagmorgen traf Pengpeng dann auf Petrissa Solja (STTB) und konnte zwischenzeitlich mit 2:1 Sätzen in Führung gehen. Die unangenehmen Topspins der Linkshänderin sowie die etwas zu passive Einstellung ließen nicht mehr als eine 2:4-Niederlage zu.
[Foto: Dr. Stephan Roscher]

