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Do, 04.02.2010 20:55 Uhr von Alexander Zacholowsky
Nachrichten

Debakel bei der RIM Schüler/Jugend in Parchim

Lediglich Colin Gundlach (TuSLi) konnte sich über die „Trostrunde“ für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren.

Das reine Endergebnis bei der RIM Nord war ein Debakel. Mit einer sehr jungen BTTV-Delegation angereist, Belana Gawolek (3B) als C-Schülerin und Mareike Jünemann (Tegel) als B-Schülerin sowie die beiden B-Schüler Marcus Hilker (KSVA) und Mario Freitag (CfL) und in der Jugendklasse in den jüngeren Jahrgängen mit Bahar Gürbüz und Ersa Cakirci (beide Tegel) sowie Albert Piwonski (CfL), sollten Erfahrungen gesammelt werden. Die „älteren“ Jahrgänge Daniel Bartel und Marius Gehler (beide RFü) bei den Jungen, Sandra Koseler (Neuk) und Rovanne Greve (Tegel) bei den Schülerinnen, Christian Helm (RFü), Colin Gundlach (TuSLi) dort wurden rege Hoffnungen auf eine evt. Qualifikation gehegt. Niko Zeidler (TuSLi) rutschte als Nachrücker ins Teilnehmerfeld und stieß über die Trostrunde bis zum Qualifikationsspiel vor.


Ergebnisse der RIM

Als verantwortlicher Landestrainer versucht man zu allererst die Ursachen für dieses Abschneidens zu finden, um mögliche Lehren daraus zu ziehen. In Gesprächen mit Trainerkollegen muss man immer wieder feststellen, dass in Berlin zu wenig trainiert wird. Trainingsumfänge von 3-4 x pro Woche sind gängige Praxis, gerade wenn man den Anspruch hat sich für eine Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren. Ein weiterer Punkt ist sicherlich das viele berliner Spieler/innen in zu tiefen Ligen bei den Erwachsenen spielen und somit eine gewisse Wettkampfhärte (überregional erforderlich) nur schwer entwickeln. Auch muss der BTTV – seine Förderstrukturen hinterfragen, sind sie noch zeitgemäß? Das Zentralisieren gerade wie in einem Stadtstaat wie Berlin, das Bündeln der „Besten, Leistungsbereiten, -willigen Schüler/innen und Jugendlichen zumindest zweimal pro Woche muss weiterhin angestrebt werden. Eine LZ – Erwachsenentrainingsgruppe aus Verbands- / Oberligaspielern mit Kaderspieler des BTTV sollte das nächste Ziel sein.
Große Defizite sehe ich vorallem im mentalen Bereich bei unseren Kindern, Mathias Sammer spricht von der sog. „Siegermentalität“, Druck aushalten bzw. standhalten, auftretende Widerstände selbstständig zu überwinden, anschließend gemeinsam mit den Vereinstrainern / Verbandstrainern Lösungen entwickeln, hier sind ebenfalls noch große Reserven und als Verband haben wir bereits Kontakt zu einer Diplom Sportpsychologin aufgenommen. Was passiert im „Kopf“ unserer Spieler/innen beim Spielstand 9:9 im fünften Satz, wer hat die echten „Kämpfer/in“ bei der RIM gesehen? Eine weitere Frage die sich stellt, warum "erkranken" viele unserer Kinder immer wieder direkt vor den Wettkämpfen? Streß? Zu hoher Erwartungsdruck?

Die Zahlen belegen es der Berliner Nachwuchs ist im Aufwind, viele Vereine arbeiten gut im C-/B- Schüler/innen Bereich, die jüngsten Kids werden zu den Sichtungsmaßnahmen des BTTV geschickt, Ferienlehrgänge seitens der Vereine werden angeboten (vor 5 Jahren undenkbar!), die Trainerausbildung boomt, jetzt gilt des „nur“ an einem Strang zu ziehen, damit es kein zweites PARCHIM geben wird…

Für Rückmeldungen, Tipps, sachliche kritische Anmerkungen bin ich immer dankbar, nur zu:
zachopunkt@t-online.de

Die nächste wichtige Veranstaltung ist der Deutschlandpokal 2010 vom 16.-18.04.2010 und die Vorbereitung beginnt eigentlich schon ab kommenden Montag. Während der Osterferien (31.03.-09.04.2010) ist ein Pflichtlehrgang geplant.

Der BTTV hat folgende Mannschaften gemeldet:
- 1 Schülerinnenmannschaft
- 1 Schülermannschaft
- 1 Jungenmannschaft

"Ärmel hochkämpeln, Kopf hoch, Auf geht`s!"